BAFA: Zuschuss zur Unternehmensberatung

Unternehmen und Freiberufler können sich bei diesem Beratungsförderprogramm des BAFA die Kosten für eine Unternehmensberatung bezuschussen lassen. Für die Bewilligung und Auszahlung ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig.

BAFA Beratungsförderung statt KfW-Gründercoaching

Das neue Förderprogramm, das Anfang 2016 in Kraft trat, ersetzt die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“.

Was wird gefördert?

  • Allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung
  • Spezielle Beratungen (z.B. Technologie- und Innovationsberatung, Außenwirtschaftsberatung u.a.)
  • Besondere Beratungen (z.B. Umweltschutzberatungen, Einführung familienfreundlicher Maßnahmen u.a.)
  • Weitere Informationen, was genau gefördert wird, erhalten Sie hier.

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige der Freien Berufe, die

  • rechtlich selbständig sind,
  • ihren Sitz und Geschäftsbetrieb oder eine Zweigniederlassung in Deutschland haben,
  • weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und
  • einen Jahresumsatz von nicht mehr als 50 Mio. € oder eine Jahresbilanzsumme von nicht mehr als 43 Mio. € haben.

Gefördert werden

  • neu gegründete Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen),
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach Gründung (Bestandsunternehmen),
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, unabhängig vom Unternehmensalter und
  • Freiberufler, die nicht selbst in der Unternehmensberatung tätig sind.

Für die Bestimmung, wie alt das Unternehmen ist, wird die Gewerbeanmeldung bzw. der Handelsregisterauszug herangezogen. Freiberufler müssen den Zeitpunkt der Anmeldung beim Finanzamt vorweisen.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind u.a. Wirtschafts- und Buchprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Notare oder Insolvenzverwalter und gemeinnützige Unternehmen. Nähere Informationen hierzu im Dokument „Antragsberechtigte KMU“ der BAFA.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Gefördert wird ein Zuschuss zu den vom Unternehmensberater in Rechnung gestellten Beratungskosten.

  • Der Höchstzuschuss bei allen Beratungen in den alten Bundesländern einschließlich Berlin beträgt 50%, maximal 2.000 €.
  • Der Höchstzuschuss bei allen Beratungen in den neuen Bundesländern (ohne Berlin und Region Leipzig) beträgt 80%, maximal 3.200 €.
  • Der Höchstzuschuss bei allen Beratungen in der Region Lüneburg beträgt 60%, maximal 2.400 €.
  • Bestandsunternehmen ab dem dritten Jahr nach Gründung erhalten max. 3.000 €, die Zuschusshöhe variiert je nach Bundesland von 50% bis 80%.
  • Unternehmen in Schwierigkeiten erhalten unabhängig von Alter und Standort 90% Zuschuss.

Beispiel: Ein Berliner Gründer muss bei einer Beratungsleistung von 3.000 € die Hälfte, also 1.500 € selbst zahlen. Ein Unternehmen, das schon länger am Markt ist und in einer Krise steckt, nimmt eine Unternehmensberatung in Höhe von 1.000 € in Anspruch. Lediglich 100 € müssen selbst beigetragen werden.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch mit uns und lassen Sie sich zu den Formalien der Antragstellung und den gültigen Richtlinien beraten.

Wichtig vorab zu wissen: Sie erhalten vom BAFA keine Garantie, dass die Förderung bewilligt wird. Eine sog. „Leitstelle“ (siehe unten) prüft lediglich die Anträge vor und leitet sie mit einer Empfehlung an das BAFA weiter. Und Sie müssen mit der Bezahlung in Vorleistung gehen, der Zuschuss wird erst nach Beratungsende ausgezahlt.

Im Folgenden eine Hilfestellung für die Antragstellung:

  1. Wenn Ihr Unternehmen nicht älter als zwei Jahre ist oder sich Ihr Unternehmen in Schwierigkeiten befindet, müssen Sie vor Antragstellung ein kostenfreies Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner Ihrer Wahl führen. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen. (Unternehmen ab dem dritten Jahr nach Gründung können, müssen aber nicht ein solches Gespräch führen.) Unternehmen, die in Berlin ansässig sind, wählen einen regionalen Ansprechpartner aus Berlin, z.B. die IHK Berlin. Brandenburger Unternehmen wählen einen regionalen Ansprechpartner aus Brandenburg, z.B. die IHK Potsdam oder die ZAB Brandenburg. Jede Leitstelle verfügt über eine Liste regionaler Ansprechpartner.
  2. Die Antragstellung erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Klicken Sie hierzu bitte auf diesen Link.
  3. Die Leitstelle prüft den Antrag vor und informiert Sie über das Ergebnis. Erst nach Erhalt des Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratervertrag unterschrieben werden. Als Leitstelle empfehlen wir die Förderungsgesellschaft des BDS-DGV in Bonn oder den DIHK. Eine Übersicht über die zuständigen Leitstellen und Regionalpartner finden Sie hier.
  4. Die BAFA-ID von Thomas Achim Werner, future steps – Unternehmensberatung lautet: 135162. Ihr durchführender Berater ist Thomas Achim Werner.

Wie erfolgt die Abrechnung?

  • Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens muss die Beratung beendet sein und der Leistelle müssen online die vollständigen Verwendungnachweisunterlagen vorliegen.
  • Zur Anmeldung benötigen Sie die Vorgangsnummer. Diese finden Sie auf dem Bewilligungsschreiben des BAFA rechts oben unter „Mein Zeichen“. Sie geben nur die sieben Zahlen ein, nicht aber die Abkürzung „UBF“. Als Passwort für den Login dient die Postleitzahl, mit der Sie die Förderung beantragt haben.
  • Für die Beantragung des Zuschusses müssen Sie mindestens die Zahlung des Eigenanteils nachweisen. Dies erfolgt über einen Kontoauszug, aus dem die Zahlung hervorgeht.
  • Das Verwendungsnachweisformular muss eigenhändig unterschrieben und über die Online-Plattform bereitgestellt werden: https://fms.bafa.de/BafaFrame/login. Erst mit Ihrer Unterschrift ist Ihr Verwendungsnachweis frist- und formgerecht gestellt.
  • Dem Antrag sind der Beratungsbericht (diesen erstellen wir mit Ihnen gemeinsam) beizulegen, außerdem die Beraterrechnung, der Kontoauszug des Antragstellenden sowie die ausgefüllte und unterschriebene „EU-KMU- und De-minimis-Erklärung“: https://fms.bafa.de/BafaFrame/upload
  • Die Leitstelle prüft die Anträge und leitet sie mit einer Empfehlung an das BAFA weiter. Das BAFA prüft den Antrag abschließend, bewilligt bei Vorliegen aller Richtlinienvoraussetzungen den Zuschuss und veranlasst die Auszahlung. Der Zuschuss wird als De-minimis-Beihilfe gewährt.

Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter:

Telefon 030 – 78 71 85 01
kontakt@future-steps.de